Seit nun unglaublichen 30 Jahren musizieren wir nun unter der Stabführung von Dietmar Lanzinger. Am 2. Oktober 1984 hatten wir die erste gemeinsame Musikprobe, am 15. Dezember 1984 das erste Weihnachtskonzert unter der Leitung von Dietmar. Seitdem arbeitet er mit viel Sachverstand, Liebe zur Musik und einer Riesengeduld unermüdlich mit uns, um uns musikalisch voranzubringen. Somit war der Vorstandschaft schnell klar, dass das Konzert heuer ein ganz besonderes werden musste. Das schon traditionelle Weihnachtskonzert wurde kurzerhand zum Jubiläumskonzert, das am 13. Dezember stattfand! Die schönsten Stücke der letzten 30 Jahre "durfte" sich Dietmar dazu aussuchen.

Alles Stücke, die wir schon mal gespielt hatten - die Probenarbeit geht diesmal ratz-fatz, dachte sich so mancher. Aber weit gefehlt - es war doch wieder ein Stück harte Arbeit für Dietmar und für uns, bis alles so klang,  dass er und wir zufrieden waren. Um dem Anlass den entprechenden Rahmen zu geben, haben wir uns heuer erstmals für ein Stuhlkonzert entschieden. Die dadurch entstandene Ruhe schaffte im Vereinsheim eine ganz neue Konzertatmosphäre. Wir freuten uns riesig, dass so viele Besucher gekommen waren. Es mussten noch zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden. Mit "Des großen Kurfürsten Reitermarsch" legten wir los. Anschließend konnte Marina, die mit ihrer gekonnten Programmansage die Gäste auf die einzelnen Stücke einstimmte, eines der schönsten Stücke des Abends ankündigen: die "New York Overtüre". Wir erkundeten die Stadt auf einem Spaziergang über die 5th Avenue, ritten zu Pferde durch den Central Park, wanderten weiter zu einem Jazz-Club in Harlem und suchten Erholung in der St. Patricks's Kathedrale. Als eines unserer Lieblungsstücke kann man schon fast "Oregon" bezeichnen. Obwohl wir es nun schon zum dritten Mal bei einem Konzert spielten, mussten wir mit der Probenarbeit wieder ganz von vorne beginnen. Es kostete uns doch mehr Zeit, als wir vorher vermutet hatten. Die Komposition von Jacob de Haan verfehlte ihre Wirkung allerdings nicht. Mit der Eisenbahn ging es vorbei an Cowboys und Indianern quer durch den amerikanischen Bundesstaat. Nach einem Ausflug nach Spanien mit "Cordoba" schlugen wir ruhige und rockige Töne an mit "Choral and Rock out".

Nach der Pause bekamen wir Verstärkung von acht Jungmusikern, die den kompletten zweiten Konzertteil mitspielen durften. Das war schon eine Herausforderung für die Jugendlichen, die sie allerdings hervorragend meisterten. Besonders "Moment for Morricone" war nicht ganz so einfach zu spielen. Dafür ging es bei "Say Something", "Jenseits von Afrika" und "Skyfall" etwas ruhiger zu. Als Schlussstück hatten wir heuer etwas Besonderes auf dem Programm - die Polka "Geburtstagsgrüße", komponiert von unserem Dietmar, in einem Arrangement von Andreas Buchmeyer und Lukas Bruckmeyer. Wir freuten uns sehr über den lang anhaltenden Applaus, den wir mit zwei Zugaben beantworteten: "We wish you a merry Christmas" und der "Hymne an die Freundschaft" von Kurt Gäble.

Obwohl die Musik an diesem Abend natürlich im Vordergrund stand, hatten wir heuer jede Menge Ehrungen durchzuführen. Für die bestandene D1-Bläserprüfung erhielten Franziska Brock (Klarinette) und Magdalena Brock (Trompete) ihre Urkunden. Folgende aktive Musiker und Musikerinnen wurden von ASM-Jugendleiterin Daniela Arnold geehrt: Barbara, Matthias Mödinger, Ruth, Marina, Aranka und Mathias Stutzmüller (alle 15 Jahre), Michael Greiner und Marion (beide 25 Jahre) und ganz besonders Brigitte und Wolfgang (beide 40 Jahre). Für die beiden hatten wir uns ein ganz besonderes Geschenk ausgedacht. Fleißige und kreative Hände (Benedikt, Barbara, Markus Göttle und Ilona) hatten aus Schokolade unsere Kapelle nachgebastelt, jeder Musiker war mit Gesicht und Instrument vertreten - es sah einfach klasse aus. Andreas Rauscher überreichte es verbunden mit den Glückwünschen und dem Dank aller ihrer Musikfreunde. Von einem Musiker mussten wir uns offiziell verabschieden: Georg Rettinger hat nach unglaublichen 65 (!) Jahren als Musiker, davon insgesamt über zwanzig Jahre als Mitglied der Vorstandschaft, Mitte des Jahres seine Musikerlaufbahn beendet. Wolfgang bedankte sich für seine geleistete Arbeit und überreichte ein kleines Geschenk.

Einige passive Mitglieder durften von Wolfi ebenfalls geehrt werden: Edeltraud Jaros, Walter Kapfer, Monika Lanzinger und Bernadette Mall (alle für 25 Jahre). Mit Brigitte und Wolfi hatten damals noch einige andere zu musizieren begonnen, die nun alle eine Ehrung für 40 Jahre passive Mitgliedschaft erhielten: Christine Beß, Uwe Gruber, Dieter Pawlowski, Elisabeth Pawlowsi, Gerhard Ruf, Gerdi Straßer, Gisela Weihmayer und Karl-Heinz Wickmair. Für 50 Jahre erhielten eine Ehrung: Josef Kling, Manfred Munz, Robert Riesner und Wolfgang Schuster.

Am Schluss bedankte sich Wolfi bei Dietmar für seine Arbeit in den letzten 30 Jahren. Die meisten Musiker auf der Bühne haben noch nie einen anderen Dirigenten erlebt. Nicht nur sie, wir alle sind entscheidend von Dietmar geprägt worden. Seine Liebe zur Musik und ganz besonders seine Anekdoten rund ums Musizieren bereichern unsere Kapelle und die Kameradschaft ganz besonders. Wir wünschen ihm viel Gesundheit, gute Nerven (;-) und noch viele Jahre bei uns Burghagler Musikern.

Christine Jahn

 

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